„Second Life“ – Installation mit 100 Hüttenarbeiten"

Seinen Karl Marx, Karl den Großen, Richard Wagner und Martin Luther kennt jedes Kind. Ottmar Hörl ist weltweit berühmt für seine Großprojekte, die auf seinem Konzept von Kunst als Kommunikationsmodell basieren. Seine Figuren sind rund um den Globus vertreten. Für das Weltkulturerbe Völklinger Hütte hat Ottmar Hörl das aufregende Skulpturenprojekt „Second Life“ mit 100 Arbeitern konzipiert. Die Figuren im Weltkulturerbe Völklinger Hütte sind respektvoll dem Völklinger Hüttenarbeiter mit Helm und Arbeitskleidung nachgebildet. Das Projekt lenkt den Blick auf das universelle Thema der Völklinger Hütte: Arbeit und die arbeitenden Menschen. In dem Skulpturenprojekt von Ottmar Hörl leben die Hüttenarbeiter ein ‚zweites Leben‘.

Zur Eröffnung am Dienstag, dem 1. Mai 2018, wurde Ottmar Hörls große Skulptur des Völklinger Hüttenarbeiters auf dem Völklinger Platz am Weltkulturerbe Völklinger Hütte errichtet. Mit Sockel ist sie 6,20 Meter hoch.

Die Darstellung des Hüttenarbeiters als Hommage und Installation aus seriellen Skulpturen ist eine Einladung, das Thema Arbeit neu zu diskutieren. Die Völklinger Hütte steht für menschliche Tatkraft und Arbeit, für wirtschaftlichen Fortschritt, aber auch für gesellschaftlichen Strukturwandel. Was bedeutet es, wenn Generationen von Arbeitern ihre Arbeitsplätze verlieren und gewohnte gesellschaftliche Strukturen sich auflösen?

Das Skulpturenprojekt „Second Life“ im Weltkulturerbe Völklinger Hütte wird von einer Retrospektive des Werks von Ottmar Hörl begleitet. Mit seinem Werk hat Ottmar Hörl schon oft lebhafte Debatten ausgelöst. Ein Kult-Objekt ist mittlerweile sein Sponti-Zwerg mit erhobenem Mittelfinger, der mit einem Augenzwinkern provoziert und zum spielerischen Ungehorsam aufruft. In den verschiedensten Erdteilen erfreuen sich die Menschen an ihrem Sponti-Zwerg.

Ottmar Hörls Installationen zu den berühmten Denkern Karl Marx oder Martin Luther waren stets große Ereignisse und Türöffner für Diskussionen. Für die Kulturgeschichte des 19. und 20. Jahrhunderts sind die Arbeiter nicht weniger wichtig. Im Weltkulturerbe Völklinger Hütte lebt die Kultur der Industrialisierung ein zweites Leben. Daher ist die Völklinger Hütte der ideale Ort, um die kulturgeschichtliche Bedeutung des Arbeiters und der Arbeit neu zu diskutieren. Ottmar Hörls Skulpturenprojekt „Second Life“ ist eine Einladung und Anregung, diese Diskussion zu führen.
(Quelle: Weltkulturerbe Völklinger Hütte)

weitere Informationen

Weltkulturerbe Völklinger Hütte -
Europäisches Zentrum für Kunst und Industriekultur
66302 Völklingen

Ansprechpartner:
Karl-Heinrich Veith M.A.
Jocelyne Pallu
Dr. Armin Leidinger

Tel. 06898/9100-100,
www.voelklinger-huette.org
mail@voelklinger-huette.org