Das Phänomen Zeit beschäftigt uns jeden Tag, der Umgang mit der Ressource Zeit bestimmt unser ganzes Leben. Nach Albert Einstein und seiner Relativitätstheorie gibt es je nach Materie und Geschwindigkeit (in Weltraum-Dimensionen) unterschiedliche Gleichzeitigkeiten. Natürlich denken wir dabei sofort an Zeitreisen und Science-Fiction-Filme. Wie nehmen wir aber die Zeit als fließende Dimension in unserem Leben wahr? Wie bestimmt die Sprache als Kommunikationssystem unsere Vorstellung von Zeit? Wie definieren wir Vergangenheit, Zukunft und Gegenwart? Wie funktioniert Zeitabfolge in den Prozessen der Erinnerung und des Vergessens? 

Der Film als temporale Kunstform kann die Illusion der Zeitbeschleunigung wie Zeitverlangsamung durch die Montage oder Slowmotion–Effekte entstehen lassen, also die Zeitwahrnehmung veranschaulichen. Die Unterschiedlichkeit der Filmzeit und der Zeit im Film zeigt, wie manipulativ Film mit der subjektiven Wahrnehmung der Zeit umgeht. Deshalb ist Film im Kino besonders dazu geeignet, das Phänomen Zeit emotional zu erleben und diskursiv im Begleitreferat und/oder durch Diskussionen zu behandeln.

Das Kino achteinhalb präsentiert eine Reihe zum Thema Zeit, in der - oberflächlich betrachtet -, schnelllebigen Epoche auch eine Möglichkeit der mentalen und intellektuellen Betrachtung der Zeit als konstitutives Element unserer Existenz besteht.

Es wurden sechs Spielfilme ausgesucht und dazu sechs Fachspezialisten eingeladen, um jeweils einen Aspekt des Phänomens Zeit in der Einführung zu dem passenden Film zu behandeln. Gehen Sie mit auf eine Reise durch die Zeit und in die Zeit.


weitere Informationen

kino achteinhalb
Nauwieserstr. 19
66111 Saarbrücken

Waldemar Spallek

T 0681 3908880
E-Mail: info@kinoachteinhalb.de

Programm der Filmreihe